
Für viele von uns verursacht die Pandemie und ihre vielschichtigen Folgen ein erhöhtes Maß an Unsicherheit und Stress. Das Coronavirus hat unser Leben verändert und uns bewusst gemacht, wie anfällig unsere Gesundheit, Familie und Finanzen sind. Viele von uns sind sich nicht sicher, ob der Arbeitsplatz beim Neuaufschwung der Wirtschaft noch vorhanden sein wird. Diese Herausforderungen werden schwieriger zu bewältigen, da soziale Distanzierung den Zugang zu vielen unserer üblichen Unterstützungsnetzwerke und Bewältigungsmechanismen einschränkt.
Ungewissheit fördert Angstzustände
Die Pandemie ist fast ein riesiger Sturm von Unsicherheiten. Wie wird die Zukunft aussehen? Wie kann ich mich wirklich schützen? Wird mein Geschäft überleben oder muss mein Unternehmen Kürzungen vornehmen? Wie werde ich damit umgehen, wenn meine Kinder keine Aktivitäten nach der Schule haben? Was wird aus Weihnachten? Wann kann ich Familie und Freunde endlich wiedersehen und in die Arme schliessen?
Leider beeinträchtigen all diese Ungewissheiten unsere Funktionsfähigkeit. Wir sind einer Bedrohung durch COVID-19 ausgesetzt. Wenn ich mit Sicherheit wüsste, dass ich beim Ausgehen krank werden würde, würde ich zu Hause bleiben. Aber wenn ich krank werde oder das Virus nicht bekomme oder milde Symptome habe oder unter schwächenden Symptomen leide, gerät die „Antizipationsmaschine“, die unser Gehirn ist, in Schwierigkeiten. Wir haben einfach keine Möglichkeit, unsere bisherigen Erfahrungen zu nutzen, um mit den tatsächlichen Bedrohungen umzugehen, die die Pandemie für uns alle darstellt.
Angst, die durch Unsicherheit über die Zukunft verstärkt wird, kann zu einem echten Hindernis für unser natürliches Funktionieren werden – selbst für diejenigen, die von Natur aus nicht ängstlich sind.
Tipps gegen Angstzustände und andere Folgen von Unsicherheit
Längerer Stress führt dazu, dass unser Körper mehr oder weniger konstant wachsam ist. Dieser erhöhte Spannungszustand kann andere Reaktionen in unserem Körper auslösen und viele stressbedingte Störungen hervorrufen, wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Gedankenkarussell, Panickattacken, ungewohnte Stimmungsschwankungen etc. Um die Auswirkungen des sehr realen Drucks, unter dem wir stehen, zu mildern, können Sie Techniken zum Stressabbau nutzen, die nachweislich Muskelverspannungen reduzieren, Kopfschmerzen und andere stressbedingte Störungen lindern und Ihnen ermöglichen, wieder ein Gefühl des Wohlbefindens zu entwickeln und Ihren Alltag besser zu erleben.
Tipp 1: Konzentrieren Sie sich auf den gegenwärtigen Moment
Wenn wir innehalten und über die Natur der Angst nachdenken, stellen wir fest, wie sehr unsere Gedanken darauf ausgerichtet sind, das Schlimmste für die Zukunft vorauszusagen. Die Frage „Was wäre wenn“ ist oft der Ursprung angstvoller Gedanken.
Wenn wir üben, uns auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, erkennen wir oft, dass wir uns eigentlich gut fühlen. Wenn wir im Moment einer Herausforderung gegenüberstehen, können wir unsere Aufmerksamkeit auf diese Herausforderung richten.
Wenn wir zu einer problemlösenden Einstellung übergehen, neigen wir dazu, weniger Angst zu haben. Wenn wir uns Herausforderungen stellen, sind wir oft widerstandsfähiger und einfallsreicher als wir dachten. Bei Angst geht es hauptsächlich um das Unbekannte. Wir können lernen, mit Ängsten vor dem Unbekannten umzugehen, indem wir uns auf den gegenwärtigen Moment konzentrieren.
Unsere Aufmerksamkeit von einer unbekannten Zukunft auf den Moment zu lenken, in dem wir uns gerade befinden, ist eine wirksame Technik, Angst zu lindern.
Tipp 2: Die Atmung–ein versteckter Schatz
Atmen ist die Quelle von Leben und Vitalität. Es hilft, sämtliche Körperfunktionen zu verbessern. Es fördert die Durchblutung des gesamten Körpers und je besser das Blut in Ihrem Körper zirkuliert, desto mehr kann es Sauerstoff und andere lebenswichtige Elemente verteilen. Der Einfluss auf das Immunsystem ist erwiesen.
Die Konzentration auf unseren Atem hilft uns, unseren Körper im gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Langes, langsames und tiefes Atmen aktiviert unser sympathisches Nervensystem. Wenn wir tiefe Atemzüge machen, verlangsamt sich unsere Herzfrequenz und unser Nervensystem beruhigt sich.
Tipp 3: Ruhige Kinder
Wenn unsere Kinder gestresst sind, steigen auch unsere eigenen Angstzustände. Wenn Sie Ihren Kindern helfen können, Fähigkeiten zu erlernen, um Ruhe zu erlangen, helfen Sie ihnen gleichzeitig, lebenslange Bewältigungsfähigkeiten für Stress und Angst zu erlernen und Ihre eigene Angst zu verringern.
Sie können mit Ihrem Kindern tiefes, langsames Atmen üben, wenn sie gestresst oder besorgt ist. Atemübungen beruhigen und man kann sie erlernen. Sie werden überrascht sein, wie viel Ihnen das Üben mit Ihren Kindern nützt und Spass bringt!
Fragen? Wünschen Sie sich Unterstützung?
Wenn Sie das Gefühl haben, Hilfe beim Umgang mit Angstzuständen zu benötigen oder einfach nur mehr erfahren möchten, wenden Sie sich noch heute an mich. Sie können telefonisch oder durch Ausfüllen des Kontaktformulars Kontakt aufnehmen.